Wie du als Klassenlehrer deinen Schulleiter zum Fan machst

Claudia RehderAllgemein

Muss ich als Klassenlehrer meinen Schulleiter oder meine Schulleiterin überhaupt zu meinem Fan machen, wirst du dich jetzt vielleicht fragen. Ist das nicht ein bisschen zu viel des Guten?

Aber sei mal ehrlich. Fans oder sagen wir „dir wohlgesonnene Menschen“ sind doch nichts Schlechtes, oder? Und wer weiß, wann genau das einmal zu deinem Vorteil oder dem deiner Klasse sein wird?

Aber wie wird nun dein Schulleiter oder deine Schulleiterin zu deinem Fan? Nun, indem er oder sie entweder nichts oder nur Gutes von dir bzw. über dich hört. Kleiner, nicht unbedeutender Zusatz: Und von deinen Schülern und deren Eltern.

Stell dir doch mal eine Schulleitung vor, die – in Bezug auf Herrn XY und seine 7a – Rückmeldungen der folgenden Sorte erhält oder sie im Lehrerzimmer hört:

Kollegin A zu Kollege B: Seit Herr XY Klassenlehrer in der 7a ist, läuft es viel besser.

Kollegin C zur Schulleitung: Meine Klasse möchte gerne zusammen mit der 7a auf Klassenfahrt fahren.

Schulelternbeirat zur Schulleitung: Mein Sohn fühlt sich wieder richtig wohl in der Schule. Die Stimmung in seiner Klasse scheint viel besser geworden zu sein.

Schulsprecher zur Schulleitung: Die Schüler wünschen sich mehrheitlich, dass Herr XY Vertrauenslehrer wird.

Kollegin D im Lehrerzimmer: Die Stunde in der 7a hat heute richtig Spaß gemacht.

Mutter zur Schulleitung: Lisa eckt mit Frau E. ständig an. Zum Glück kommt sie mit ihrem Klassenlehrer Herrn XY super klar.

Schüler der 7a zur Sekretärin: Könnten Sie uns bitte eine Blumenvase leihen. Herr XY hat doch heute Geburtstag und wir wollen den Blumenstrauß ins Wasser stellen.

Welche Meinung wird sich die Schulleitung wohl über Herrn XY bilden, wenn sie direkt und indirekt nur Gutes über ihn hört und es zusätzlich auch keinerlei Beschwerden gibt?

Es geht auch anders

Dass es auch ganz anders geht, weißt du selbst. Es gibt immer wieder Klassen, die einen Schulleiter über die Maßen beschäftigen. Kollegen reden schlecht über die Schüler der betroffenen Klasse oder den Kollegen selbst. Das Trainingsraum-Team kann bestätigen, dass der Kollege häufig die selben Schüler in den selben Stunden aus dem Unterricht schickt. Im Sekretariat häufen sich die Anrufe von Eltern, die sich über den Klassenlehrer, den Unterricht oder sonstige Vorkommnisse beschweren. Immer wieder kommen die entsprechenden Schüler zur Schulleitung, um sich die Schulordnung zum Abschreiben abzuholen. Klassenkonferenzen häufen sich. Kollegen wollen nicht in der Klasse unterrichten oder mit dem Kollegen in einem Klassenteam sein.

Ich glaube, es ist klar, was ich meine und deshalb will ich es auch bei dieser Aufzählung belassen. Viel lieber möchte ich fragen, was es denn braucht, um all diese negativen Situationen zu verhindern? Oder anders: Was genau sind die Stellschrauben, an denen Herr XY dreht und mit deren Hilfe er letztendlich seinen Schulleiter zu seinem Fan macht? Erlaube mir, das …

Bild eines umjubelten Klassenlehrers

in deiner Vorstellung zu zeichnen…. Herr XY liebt seinen Beruf und freut sich jeden Tag auf seine Schülerinnen und Schüler. Natürlich gibt es auch manchmal herausfordernde Situationen oder Konflikte in seiner Klasse und einmal musste er auch schon eine Klassenkonferenz einberufen. Aber das gehört für ihn dazu. Er ist sich darüber bewusst, dass er als Klassenlehrer auch mal unbequeme Entscheidungen treffen muss. Seine Lehrerrolle hat er von ganzem Herzen angenommen. Er füllt sie durch seine Persönlichkeit mit Leben und macht sie dadurch einzigartig. Er lacht viel, zeichnet sich durch eine große Gelassenheit aus und legt gleichzeitig Wert auf Struktur, Respekt und Zuverlässigkeit. Von Anfang an hat er auf eine gute Beziehung zu seinen Schülerinnen und Schülern, eine wertschätzende Kommunikation und die Anerkennung des Einzelnen geachtet. Konfliktlösung und präventive Maßnahmen sind ihm wichtig. Die Eltern hat er gleich zu Beginn mit ins Boot geholt und legt viel Wert auf eine gute Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder.

So oder so ähnlich könnte dieses Bild aussehen. Tatsache ist, dass es komplex und vielschichtig ist und schon einiges dazu gehört, um das Amt des Klassenlehrers gut auszufüllen. Aber natürlich sind Fehler erlaubt und anschließend gerne ganz viel Selbstreflexion 😉 Denn genau daran kannst du wachsen und immer besser werden.

***

Wenn du genau das willst und das lernen möchtest, was Herr XY aus meinem Beitrag richtig macht. Wenn du zum ersten Mal eine eigene Klasse übernimmst oder mit der Klasse, die du weiterführst, nach den Sommerferien entspannt starten willst. Wenn du nicht nur die Schulleitung, sondern auch deine Schüler und ihre Eltern zu deinen Fans machen willst. Und das ohne dich dabei total zu verausgaben oder bis tief in die Nacht am Schreibtisch zu sitzen. Dann hol dir jetzt meinen Online-Kurs “Klassenlehrer werden – Klassenlehrer sein”!